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Ergebnisse und Berichte von Rennenwochenenden
Hauptsächlich gibt es hier die Ergebnislisten der von uns veranstalteten Rennen, sowie auch den Rennen, an denen WMC-Mitglieder teilgenommen haben. In der Tabelle wird ersichtlich, um welche Veranstaltung es sich handelte und wann diese war (das ist gleichzeitig der Link zu weiteren Infos des Rennens).

Bahnrekorde : Andreas Gisa VG8 13.947s am 30.06.2012 Euro 40+
Hartmund Rose VG10 scale 15.907s 2.juli 2011 Euro 40+



24-H-Rennen(Châteauroux (F))
14.+15.07.2007
Bericht:

Bericht vom 24-Stunden-Rennen für ungefederte 1:8er in Châteauroux (Frankreich)


Ein Roadmovie von Michael Kirchner:


Vorwort: Hallo Leute, ich werde hier versuchen, Euch über die 14 Tage unseres „Renn-Urlaubes“ einen kleinen Einblick über unseren Trip quer durch Frankreich mit Teilnahme am berüchtigten 24-Stunden-Rennen zu geben. Die Bilder sind chronologisch geordnet, dann könnt Ihr das ganz einfach mit dem Text verbinden.


Grüße und viel Spaß beim Lesen, euer "MadMike"-Michael


Wie alles begann:


Es war in einer Zeit, in der sich 2 Oldtimer-RC-Car-Verrückte aus der Steinzeit mehr oder weniger zufällig im Internet trafen. Nach jahrzehntelanger Abstinenz vom Hobby war bei Beiden der Virus neu ausgebrochen. Ebay sei Dank gab es gerade ziemlich viele Angebote aus der guten alten Zeit, in der die Fahrzeuge noch keine Federung hatten, praktisch nur aus einem Zehntel der Einzelteile bestanden, aber eigentlich noch teurer waren als heute, nimmt man mal die Kaufkraft als Maßstab. Die 2 waren Patrick Buchler aus Luxemburg und ich. Nachdem wir schon einige Male auch persönlich Kontakt hatten, erzählte mir Patrick von einem 24-Stunden-Rennen mit ungefederten Fah rzeugen in Frankreich. Die Franzosen sind in der Classic-Sparte ziemlich engagiert und bauen sogar neue ungefederte Fahrzeuge, so genannte Hackbretter mit Teilen aktueller Fahrzeuge auf. Diese sind im Vergleich zu damals ziemlich aufwändig hergestellt, da brauche ich kaum erwähnen, dass sich so ein Modell im Preisbereich des teuersten aktuellen 4WD-1:8ers bewegt. Patrick wollte ein Team für das kommende 24-Stunden-Rennen im Sommer 2007 zusammenstellen und fragte mich, ob ich dabei wäre. Da ich für (fast) alle Verrücktheiten die Spaß machen zu haben bin, war ich natürlich sofort begeistert. Mir kreiste der Gedanke eines 24-Stunden-Rennens schon länger im Kopf herum, sodass ich da natürlich sofort sehr angetan war. Ob so was bei den (sorry) „lahmen“ Deutschen auch machbar wäre bezweifele ich sehr stark, also wollte ich diese Gelegenheit irgendwie ergreifen und sagte sofort zu, ohne mir groß Gedanken über die umfangreichen Folgen dieser Entscheidung gemacht zu haben.


Zunächst war da mal der Anteil eines jeden Fahrers. Umsonst ist natürlich auch RC-Car-Fahren nicht, was die Meisten von uns wohl leider nur allzu gut wissen. Patrick hat 5 Fahrer zusammen bekommen, also sollte sich der Anteil für jeden in einem Bereich bewegen, der diese einmalige Gelegenheit rechtfertigt. Als Fahrer gehen für Luxemburg an den Start, der schnelle „Bello“ Patrick Beltrallo, der auch die technische Federführung bei dieser Aktion übernimmt, der ebenfalls schnelle Jerome Hirtziger, der wohl universell einsetzbare flotte Tom Maquel sowie Partrick Buchler und Ich als zwar nicht die schnellsten „Jungs“, aber durchaus beständig und Material schonend, was bei diesen Event durchaus sinnvoll sein könnte. Helfer haben wir natürlich auch, das sind Romain Pesch und Rainer Koeppen, beide sehr erfahrene Schrauber. Rainer betreibt aktuell einige Alfasud in der (natürlich 1:1) Youngtimer-Trophy, er kennt auch unsere Bahn aus sei ner früheren Modellbauer-Zeit und natürlich unseren guten alten Uwe Schildbach, der ja auch bei den Youngtimern mit seinem amerikanischen Ford Falcon dabei ist.


Die Patricks haben sich beim Fahrzeug für den BRX aus Frankreich entschieden, ein äußerst solides und erprobtes Modell. Als Motor kommt ein Ninja zum Einsatz. Da für das Rennen 2 Motoren zugelassen sind bot ich an, meinen Off-Road-Ninja, der in meinem alten SG Futura VCS gerade mal 2 Liter durch hatte, zur Verfügung zu stellen, was auch gerne angenommen wurde. Ein Off-Road-Motor könnte bei einem 1-Gang-Auto wegen höherem Drehmoment von unten raus durchaus eine gute Wahl sein. Zugelassen fürs Rennen sind auch 10 Paar Vorderreifen, da werden meist 50- oder 52-Shore-Reifen gefahren, das geht bei ungefederten 2WD-lern am besten, 26 Paar Hinterreifen, meist 35- bis 37-Shore-Reifen sowie 25 Liter 16%iger Sprit. „Das wird ein Spaß!“, und der beginnt dann auch sofort.


„Ich fahr’ nach Frankreich“,


sagte ich zu meiner Familie. „Wir wollen mit!“ kam es lautstark zurück. Ups, Schock, peinlich, meine 3 Lieben (nein, 5 Lieben, 2 Hunde haben wir ja auch noch) hatte ich ja komplett vergessen, die kamen in meiner 24-Stunden-Rennplanung“ gar nicht vor. „Na, dann sucht doch ein Ferienhaus“, dann fahren wir zusammen, sagte ich einfach so gedankenlos dahin. Gedacht hab’ ich „so kurzfristig findet Ihr eh nichts mehr, hihi.“ Was dann folgte war eine monatelange Recherche meiner ganzen Familie nach dem günstigsten Ferienhaus, denn so als Selbstständiger Einzelkämpfer traut man sich nie so recht größere Verpflichtungen einzugehen, aber bei klein zu haltender Urlaubskasse war es „genehmigt“. Die waren vom Internet gar nicht mehr wegzukriegen, ob das der Grund für die eher mäßigen Zeu gnisnoten meiner Kleinen war? „Wo ist das Rennen?“, fragten meine Lieben, „In Chateauroux, das ist unterhalb Paris mitten in Frankreich“, so schlau hatte ich mich schon gemacht. „Wir wollen ans Meer!“ kam es zurück. Das war klar, das hatte mir noch gefehlt, auch noch Ansprüche stellen, so was! Nach Westen war noch die kürzeste Lösung, ca. 300km hätte ich dann vom Urlaubsziel zum Rennen gehabt, da war aber alles zu teuer. Nach Norden sind es dann gleich 500km, da hätte man ja vielleicht was Bezahlbares bekommen und nach Süden ebenfalls 500km, aber bei den Preisen dort fiel das sowieso aus. Eigentlich wollte ich doch auch nur ein 24-Stunden-Rennen fahren und nicht die halbe Welt umrunden. Der Ferienhausplan schien also wieder in weite Ferne zu rücken und es hatte den Anschein, als würde plötzlich wieder alles ganz einfach. Mit dem Zelt allein 3 Tage nach Frankreich, ein interessantes Rennen fahren und Spaß haben, jawohl!


Ich werde wohl nie ergründen, was mich dazu hingerissen hat, vorzuschlagen „mieten wir uns ein Wohnmobil und machen eine Rundreise. Wir fangen oben an, fahren dazwischen zum Rennen, dann noch nach Süden und wieder heim.“ Meine Familie bekommt jede Menge Küste und ich mein Rennen. Da müssen übermächtige Kräfte im Spiel gewesen sein, es kam aus meinem Mund, aber hab ich das tatsächlich selbst ausgesprochen. Sollte ich diese (Tor)-Tour freiwillig auf mich nehmen wollen, unmöglich. Zu dem Wort musste ich nun stehen, auf den Job konnte ich mich auch nicht mehr rausreden, es lief die letzten Monate soweit ganz zufrieden stellend, was auch mal wieder dringend nötig war. Also musste ein Wohnmobil gefunden werden, für 4 Personen, Hunde müssen auch erlaubt sein und da Ganze noch in den ersten 2 Ferienwochen. Das ist ja eigentlich nichts Besonders, aber 4 Wochen vor Abfahrt? Das schallende Gelächter der Wohnmobilanbieter hab’ ich sogar noch gehört, nachdem ich den Telefonhörer schon lange aufgelegt hatte. Man sollte es aber nicht glauben, 2 Stück habe ich trotzdem noch gefunden, eins war recht teuer, aber nun ja. Der zweite war mehr ein Zufall. Ein Anbieter ganz in unserer Nähe (hinterm Wald) hat gerade ein neues Wohnmobil bekommen und es „noch nicht in der Liste“, das könnten wir haben, für einen akzeptablen Preis. Also hab’ ich sofort zu gegriffen und es konnte losgehen.


Freitag, 6.Juli 2007 - Es wird ernst:


Morgen können wir das Wohnmobil abholen, schon um 10:00 Uhr. Klasse, dann kommen wir früh weg (na klar). Heute wird alles gepackt und vorbereitet. Vorräte einkaufen war schon ein paar Tage vorher erledigt. Also alles zusammen gesucht, zum Einladen bereit gelegt usw. Da ich mich gerne einen Tag vor der Rennveranstaltung dort auf den doch recht schwer anmutenden Kurs einschieße n wollte, habe ich meine Ausrüstung auch mit eingepackt. Brauch’ ich nicht zu erwähnen, dass ich natürlich überhaupt keine Zeit hatte, noch mal alles in Ordnung zu bringen, na ja, fürs Training wird’s schon reichen. Ich brauch’ natürlich auch nicht erwähnen, dass wir zu allem Überfluss auch noch mit Erkältungen zu kämpfen hatten (bei dem Novemberwetter Anfang Juli ja kein Wunder) und dass mein lieber Sohn an diesem letzten Schultag vor den Ferien ein wenig „angefeiert“ nach Hause kam und wir Ihn zum Helfen glatt vergessen konnten, dabei wird er doch morgen erst 14, „mein Kleiner“. Die Jugend heute, zu meiner Zeit gab’s so was noch nicht. Es hat aber an dem Tag doch noch irgendwie alles ganz gut geklappt und wir haben uns alle auf den Urlaub gefreut. Den haben wir uns auch wirklich verdient, so selten wie das in den vielen Jahren zuvor möglich war.


Samstag, 7.Juli 2007 - Los geht’s:


Das Wohnmobil pünktlich abgeholt, eine kurze Einweisung hinter sich gebracht (die war für uns WoMo-Newbees natürlich eher lang), die Kaution abgedrückt (schluchz-heul) und ab nach Hause zum Packen. OK, also meine Light-Trucker-Zeiten mit Ford Transit und Ford Bronco waren zwar schon ein wenig her, aber irgendwie hab ich mich gleich in dem Ding wohl gefühlt. Ein wenig breiter im Innenraum, ein wenig höher in der Sitzposition, so mag ich’s. Das Packen sollte dann doch 3 Stunden dauern, aber wir üben ja noch. So, jetzt aber ab auf die Piste. Nein, vorher noch schnell in Wiesbaden bei Schwiegermutter vorbei, sie wollte ihrem Enkel noch zum Geburtstag gratulieren und sich natürlich das Wohnmobil anschauen. Jetzt aber.


Wie weit wir wohl kommen, bis ich nur noch mit Doping wach zu halten bin? Erster Tankstopp nach 300km, wie bitte?. Die hatten d och gesagt, der Tank war voll und die Tankuhr schien das auch zu bestätigen. 19 Liter waren es auf Hundert Kilometer, Diesel zum Glück. Der 2,8-Liter Fiat mit etwa 130PS hat sich da aber ganz schön was durch die Einspritzdüsen gepfiffen. Ok, hat eben einen Luftwiderstand wie eine Fertiggarage, aber mein Spritbudget? Es schien mir sowieso, als fuhren wir ständig bergauf. Ach, ein V8 müsste wieder mal her! Der braucht zwar noch mehr, aber der geht wenigstens auch am Berg. Also auch den Gasfuß ein wenig Urlaub gegönnt, ein bisschen länger den 5.Gang drin gelassen und schon waren es nur noch 15 Liter auf Hundert. Ok, geht doch. Zuvor haben wir aber noch schnell die „One-Lap-of-Paris“ gefahren, weil ich im Dunkeln wohl eine Abfahrt übersehen hatte. Was soll’s, der Weg ist das Ziel. So, kurze Nachtpause ist angesagt, mal die WoMo-Betten testen (ich krieg’ das Große hinten über der Heckgarage, wo meine Lieben (die 2 Picco-Integras, die ich eingepackt hatte) ruhen. Klasse Platz hatt en wir da auf der Raststätte, 3 Autos weiter stand ein Kühllaster, bei dem lief permanent der Kompressor.


Sonntag, 8.Juli 2007 - Das erste Ziel:


5 Uhr Abfahrt von der Raststätte, super geschlafen, weiter geht’s Richtung Bretangne. Erst mal an Le Mans vorbei, da soll es ja auch so ein 24-Stunden-Rennen geben. Mont St. Michel war das erste Ziel, da war Evelyn mal vor langer Zeit, frischen wir also Jugenderinnerungen aus einer besser Zeit (vor mir) auf. Weiter nach St. Malo, keine Chance auf eine Stadtbesichtigung, der erste freie Parkplatz für unser Dickschiff wäre 3km außerhalb der Stadt gewesen. Weiter zum Cap Frehel und Fort la Latte. Was für ein Blick, was für eine Lage, einfach toll, hier wird genächtigt. Also alles ausgepackt, das erste Mal im WoMo gekocht, hat alles geklappt, aber eng ist es in dem Ding, das soll für 4 Personen sein. Aber gut so, da brauch’ ich nicht helfen, da stehe ich wenigstens nicht im Weg rum. Hab’ auch immer eine gute Ausrede, ich bin ja gefahren, das ist schließlich ganz schön anstrengend mit so einem Auto.


Montag, 9.Juli 2007 - Jetzt ist Urlaub:


Super übernachtet, ein sehr schöner Stellplatz für Wohnmobile. Nach dem Frühstück auf zu einer Wanderung zum Fort la Latte. Das ist doch gleich da hinten. OK, wir sind sehr wandererprobt (was man mir nicht ansieht), war auch kein Problem die fast 3 Stunden Dschungelpfad, aber kurz vor dem Ziel habe ich dank meiner profillos gelatschten Schuhe gestreikt, das war definitiv zu steil und rutschig. „Wir wollen ans Meer“ aber ich hätte die Bergwander-Stiefel einpacken sollen? Ziel trotzdem noch erreicht, nach der Abfahrt einfach mal mi t dem Auto dort vorbei. Das Wetter war auch ganz ok, für einen November-Tag, im Sommer muss es hier wirklich schön sein. Den Rest des Tages ging es gemütlich an der Küste entlang (das Ding lässt sich ja sogar mit 12 Liter auf Hundert fahren).


So, da gibt es doch so einen schönen Stellplatz in Roscoff, da ist ein tolles Bild in unserem Frankreich-WoMo-Stellplatz-Führer (ja, wir waren gut vorbereitet), da können wir auch Wasser auffüllen und was so an einem WoMo entleert werden muss, Strom gibt es dort auch, also nichts wie dort hin zum Schlafen. Es war auch schnell gefunden und wir haben uns den letzten Platz gesichert. Es war ein wenig abschüssig, aber das Auffahr-Keile unterlegen gehört ja schließlich auch zu den Ritualen eines WoMo-Campers. Die Versorgungssäule war auch da, auch mit Stromanschluss, aber 100 Meter weit weg. Ok, da reicht unser Verlängerungskabel nicht und dort hinsetzen werde ich mich auch nicht, um den Notebook-Akku aufzuladen, der Stellplatz war nämlich alles andere als attraktiv. Das Foto hat schon gestimmt, aber das darauf abgebildete 80er-Jahre-Wohnmobil hätte mich stutzig machen sollen. Die benachbarte Fabrik war natürlich nicht auf dem Foto, und in der anderen Richtung gab es mittlerweile einen Anlegesteg für Fähren, einen Fischmarkt, Lagerplätze für (Schrott)-Boote usw. Die haben in dem schönen Ort die WoMos doch glatt ins Abseits verfrachtet. Egal, geht’s eben morgen schon früh weiter.


Dienstag, 10.Juli 2007 - Ein Traum wird wahr:


Tags zuvor schon mal die Karte studiert haben wir da den westlichsten Punkt Frankreichs entdeckt, den Point du Raz. Ein traumhafter Stellplatz in bester Lage, für mich und Kevin klasse Wetter (nicht zu heiß), für Jenny und Evelyn sowieso immer zu kalt und Dusty u nd Petro machen zwangsläufig sowieso alles mit, die durften heute an der langen Leine unseren Stellplatz absichern. Hier können wir mal essen gehen, uns alles anschauen und in Ruhe bei herrlichem Ausblick relaxen, „morgen fahren wir aber erst später los?“, „Jawohl!“.


Mittwoch, 11.Juli 2007 - Noch ein Stück die Küste entlang:


Nach dem Mittagessen (Kevin wollte unbedingt mal Muschel essen und ich musste gegenüber sitzen) ging es noch ein Stück die Küste entlang nach Süden. In Piriac sur Mer haben wir den Stellplatz auch wieder auf Anhieb gefunden (ach, was sind wir gut). Wieder eine tolle Lage, auch wenn die Straße zwischen uns und dem Meer ist, aber ich glaube, da ist die ganze Nacht keiner durchgefahren, wir schlafen irgendwie sowieso alle ziemlich gut in dem Auto, vielleicht sollte ich mir zuhause so e twas in den Hof stellen und einziehen.


Donnerstag, 12.Juli 2007 - Ab nach Chateauroux:


Heute geht’s ab zur Renntrecke ins Landesinnere. Das hat sich ganz schön gezogen, Landstraße, Autobahn, Baustellen, mit 70km/h hinterm Laster her, keine Chance zum Überholen auf 50km Länge, aber noch gegen 15:30 Uhr angekommen, das ist ok. Nach kleinen Irrwegen durch die Stadt wegen Baustellen und Abbiegeverboten, die auf meinem Plan natürlich nicht drauf waren, haben wir die Rennstrecke doch noch ziemlich gut gefunden. Und wer waren wohl die Ersten dort? Wir natürlich, das war doch klar, mal abgesehen von ein paar Vereinsmitgliedern dort, die mit Vorbereitungen beschäftigt waren. Die fahren sogar mit dem PKW auf die Strecke, um nicht so weit laufen zu müssen!


Mein erster Versuch den Ansprechpartner dort, Eric Lecour, zu finden, traf gleich ins Volle. Der Erste, den ich fragte, war es. Fragen, ja, das ist so eine Sache in Frankreich. Also ich kann ja nur das mit-Händen-und-Füssen-sprechen-Französich und Jenny muss die letzten 4 Jahre Französisch in der Schule wohl geschlafen haben. Tja, und mit Englisch kommt man in Frankreich auch nicht wirklich weiter. „Do you speak english“ frage man mich. Ich erleichtert mit Standardantwort „yes, a little bit“, dann verstand ich nur so was wie übersetzt „Ich aber nicht“. OK, hier war ich richtig, hier ist Fun angesagt, Witzbolde unter sich. Kurz nach dem Stellplatz gefragt, nach dem Strom, dem WC (das hätte er uns besser nicht gezeigt) und dann gleich mit dem Hunden an den langen Leinen das Terrain fürs Luxemburger Team abgesteckt (da wollen doch in der Nacht die Nächsten kommen), na geht doch.


Super ist es hier, ein tolles Umfeld, ein ziemlich großer Park mit See gleich angrenzend, da wird es meiner Familie nicht langweilig, wenn ich mich die nächsten 3 Tage dem Hobby mit den schmutzigsten Händen widme. Gleich mal Eric gefragt, ob ich ein wenig auf der Strecke fahren kann, ich habe aber nur 4WD’ler dabei. „No problem“, klasse, super nett sind hier alle. Ach ja, doch noch „Problem“, der Stromanschluss fürs Wohnmobil, die haben hier in Frankreich so einen Stift für den Schutzleiter in den 220-Volt-Steckdosen, da passt nichts von uns. Das hätte mir ja mal jemand vorher sagen können. „Das habe ich Dir doch zuhause gesagt“, meinte Evelyn, „schau mal auf der einen Internetseite, da steht was über die 220-Volt-Stecker“. Ups, das hatte ich doch glatt vergessen oder einfach wieder mal nicht zugehört, sorry. Die Jungs dort sind aber so nett und hilfsbereit, die haben mir sofort einen neuen Stecker ans Verlängerungskabel gebaut, perfekt und vielen Dank noch mal.


So, endlich mit meinen alten Piccos auf die Strecke, 2 Hackbrett-Fahrer sind auch schon da. Ganz schön viele Kurven, Kevin tankt fleißig und ich jage noch so etwa einen Liter Sprit durch meine 2 Autos. Meinen Integra mit dem Ninja, mit dem ich noch in Ettlingen gefahren bin, habe ich nach 4 Tanks mal besser abgestellt, der hat angefangen, unkontrolliert Gas zu geben. Störungen?, keine Ahnung, die anderen hatten DSM. Mein Training-Integra mit dem 7-Kanal-Picco durfte dann die anderen 4 Tanks fahren bis die Kupplung fest ging. Ich sag’s ja, keine Zeit für Vorbereitungen. Es war dann aber auch sowieso schon so gegen 19:30 Uhr, da sollte man mal im Stadtbereich besser aufhören, ich war eh noch der Einzige, der gefahren ist. Aber toll war es, die vielen Kurven werden mit jeder Runde weniger, man gewöhnt sich so langsam an den Kurs, testet mal alle Ecken auf dem Fahrerstand und das war ja der Sinn, warum ich meine Autos eingepackt hatte.


Morgen werden wir es mal mit dem Einsatzauto versuchen, hoffentlich kommt Patrick-„Bello“-Beltrallo schon früh hier mit Allem an. So, während ich hier schreibe und per UMTS im Internet bin (ja, es klappt, ein Wunder), geht „family“ so langsam in die Kojen (das heißt im WoMo wohl wirklich so). Bei mir ist jetzt Richtung 24:00 Uhr auch fast Schluss, morgen wird es spannend.


Freitag, 13.Juli 2007 - Trainingstag:


Ups, was ist denn das für ein Datum. Das hat mich noch nie gestört, also los geht’s. 6:30 Uhr, erst mal mit den Hunden raus. Klar ich, wer sonst, der Rest schläft natürlich noch. Traumhaftes Wetter, eine (halbe) Runde durch den Park, klasse. Neben uns parkt Patrick Buchlers Auto mit einem Wohnwagen dran. Er wollte mit Rainer die Nacht durchfahren, damit er den Freitag nutzen kann . Aber es ist alles so ruhig im Wohnwagen, die gehe ich jetzt mal wecken, wie will er denn sonst trainieren. Das hab’ ich natürlich nicht gemacht, sondern die ersten Fotos hier hochgeladen, UMTS sei Dank. Gegen Mittag kamen auch alle anderen, wobei Bello wohl ein paar Stadtrundfahrten gemacht hatte, bis er die Bahn fand, „die lieben Baustellen“. Patrick Buchler erzählte mir dann noch, Sie wären morgens als sie mit dem Wohnwagen durch die Stadt geirrt sind, von einem Mitarbeiter der Stadt zur Bahn eskortiert worden, dass nenne ich Freundlichkeit.


Schnell war das Einsatzauto ausgepackt und wir fingen an zu testen. Bello hatte noch einen Trainingsmotor im Auto, einen 5-Kanal-R&B, der war für den Anfang ganz ok. Wir haben alle 3 Motoren im Auto ausprobiert, jeder konnte mit jedem Motor mal fahren. Insgesamt kam jeder von uns auf etwa 5 Tanks, bei 5 Fahrern sollten wir damit wohl das Team gewesen sein, dass an diesem F reitag am meisten auf der Strecke war. Meinen Buggy-Ninja nannten alle nur „Höllenmaschine, der hatte vielleicht mächtigen Dampf von unten raus. Er hat aber auch einiges mehr an Sprit gebraucht als der On-Road-Ninja, vielleicht war er einfach nur noch zu fett eingestellt. Man konnte nach 5 Minuten fahren den Wagen am Kühlkopf hoch heben, ohne dass die Hände sonderlich warm wurden. Mit dem On-Road kamen wir dann auf 8-Minuten-turns, da würde sich Oli Mack freuen.


Anhand des Spritverbrauchs seht Ihr auch gleich, dass es sich hier um ganz andere Autos handelt, als Ihr sie kennt. Wo Ihr mit 4 Rädern aus der Kurve heraus beschleunigen könnt, heult hier nur das Differential durch und außer Reifen- und Riemenverschleiß gibt es kaum Vortrieb. Sperrbare Diffs sind wohl nicht zugelassen, so ist es zumindest bei dem Ende September stattfindenden 4-Stunden-Rennen für Hackbretter in Luxemburg (wer da wohl wieder hinfährt) und zähe s Öl bringt in den Diffs auch nicht wirklich viel. Die sind aufgrund der Haltbarkeit mit gehärteten Kegelrädern und nicht als einstellbare Kugeldiffs ausgeführt, da könnt Ihr auch Honig einfüllen und merkt kaum einen Unterschied. Wie würde Franz sagen, „es ist für Alle gleich“. Genau, und daher ist ein etwas anderer Fahrstil angesagt. Es gilt also, recht viel Speed mit in die Kurven zu nehmen, den Wagen durchrollen zu lassen oder eben sehr gefühlvoll Gas zu geben und nach der Kurve wieder zu Beschleunigen. Die schnellsten sind diejenigen, bei denen das Auto am unspektakulärsten um den Kurs rollt und das möglichst eng um die Curbs herum. Erwischt man einen liegt das Auto schnell mal auf dem Dach, ansonsten ist das Crashpotential eher gering, viel Auslaufzonen, ein paar Banden, Reifen und eine ewig lange Boxenausfahrt, bei der ich bald ein Fernglas bräuchte, um die Ausfahrt zu erwischen. Man kann aber ganz gut zurecht kommen, ein runder Fahrstil lässt doch einige Kurvenpärchen jeweils zu einer Kurve zusammenfassen. Einzige Mutstelle ist das Ende der Geraden, lieber etwas früher vom Gas, sonst gibt’s Schrott. Im Rennen mit 13 Teilnehmern dürfte es aber so voll werden, dass man hier sowieso freiwillig etwas früher den Gasfinger zurücknehmen wird.


An Teams sind 10 französische gemeldet. Dann das Mantua-Werksteam aus Italien mit dem Firmengründer Franko Poldi. Der ist etwa 75 und läuft nur mit der Stoppuhr durch die Gegend, ich glaube, die ist bei Ihm angewachsen, er fährt aber wohl selbst nicht mehr. Die Geschäfte macht jetzt sein Sohn, er erzählte uns von seinem großen Container voll mit Oldtimer RC-Cars, da ging mein Puls hoch. Mantua hatte mal alte Autos beim Kauf in Zahlung genommen und eingelagert. Ein weiteres ausländisches Team kommt aus Martinique. Wer nicht weis, wo das liegt, der schaut mal auf einer Karte nach, oder besser noch auf einem Globus, das nenne ich Einsatz. Die sind so n ett und freundlich, da ist jeder zu uns gekommen und hat jeden mit Handschlag begrüßt. Davon könnten sich manche Deutsche mal ein Scheibchen Höflichkeit abschneiden. Ja und das 3. ausländische Team sind natürlich „wir“ Luxemburger. Es hätte wohl noch ein Team aus Südfrankreich mit dem neuen Motonica-Hackbrett antreten wollen, aber das Auto ist noch nicht lieferbar. So kann man sein Geschäft natürlich auch betreiben (ruinieren), Werbung machen wie verrückt und dann nicht liefern können, „und tschüss Motonica“.


Das Training wurde so gegen 19:00 Uhr durch Sperren der Bahn beendet. Bello hat das ganze Auto auseinander genommen und alles durchgecheckt. Abends waren wir dann alle völlig fertig und am Ende, das lag jetzt aber weniger am Fahrstress oder der Hitze, sondern an den riesigen (dicken) Pizzas, die Tom organisiert hatte. Da machen deutsche Gastronomen 3 draus, da hab’ sogar ich gejammert. Am Tag drauf ist in Frankre ich Nationalfeiertag und da wird am Abend vorher mächtig gefeiert. Da wir eine ausgesprochen schöne Lage an einem Stadtpark mit See hier haben (in Deutschland undenkbar, an so einem Ort eine RC-Car-Bahn für Verbrenner zu betreiben) ging dort ein kleines Volksfest mit Feuerwerk-Musik-Show ab, das konnten wir ziemlich gut mitbekommen. Aber wo waren meine Luxemburger?, „Schock“, die sind ja alle schon im Zelt verschwunden und am Schlafen (oder haben es versucht). Naja, die Nacht über hier her fahren hinterlässt eben seine Spuren und schließlich steht ein 24-Stunden-Rennen auf dem Plan. Das Zelt hatte im übrigen Rainer (der mit den 1:1-Youngtimern) mitgebracht. So eines wäre auch mal etwas für uns, wenn wir auf Rennen fahren. Die sind zwar nicht billig, aber sehr schnell aufgebaut und sehr Platz sparend zusammenzufalten.


Samstag, 14.Juli 2007 - „Gentlemen, start your engines“:


Ortszeit 6:30 Uhr, ich erst mal mit den Hunden eine Runde durch den Park um den See. Das Fest hat so einige Spuren hinterlassen und die ersten Stadtmitarbeiter beginnen aufzuräumen. Ein Traumwetter, heute wird es heiß, von oben und auf der Strecke. Nach dem Frühstück an unserem wirklich idyllischen Stellplatz ging es dann auch gleich mit noch etwas Fleißarbeit los. Es galt 26 Satz Hinterreifen anzufahren und alle Karosserien, wir hatten 4 oder 5 Stück, zu testen, damit nichts schleift. Also kam jeder mal dran, immer 3 Runden, rein in die Box, Reifenwechsel, raus aus der Box, wieder 3 Runden usw. Ideal daran war, dass wir die Boxenein- und Ausfahrt üben konnten, was dann auch im Rennen immer gut geklappt hat. Ok, außer einem Mal vielleicht, da lief ein Helfer die Boxengasse entlang und mit unserer relativ schwach eingestellten Bremse konnte es nicht mehr verhindern, seinen Füßen mal kurz Hallo zu sagen. A lles ohne Folgen, das war kurz bevor ich sowieso stand. Das Training haben wir mit meinem Buggy-Ninja gefahren, um ihn noch mal zu testen. Der sollte als Ersatz bereit stehen. Wir hatten uns fürs Rennen für den On-Road-Ninja von Bello entschieden, da dieser Motor wegen des geringeren Drehmomentes mit dem Wagen wohl etwas schonender umgehen dürfte. Die Hinterreifen können bei dem Auto voll genutzt werden, dass heißt, sie werden nicht geschliffen. Man fängt bei etwa 78mm nach dem Anfahren an und kann Sie bis auf abgefahrene Vorderreifengröße nutzen. Schaut Euch das Foto an, da wird die 3-fache Moosgummimenge genutzt als bei unseren 4WD-lern und mit kleinen Reifen hinten ging er so richtig gut, was aber für Dauerbelastung ein wenig zu viel des Guten sein dürfte und sich auch beim Spritverbrauch sehr deutlich bemerkbar machte. Gegen Mittag hat dann Bello den ganzen Wagen ein letztes Mal auseinander genommen und mit neuen Lagern, usw. neu aufgebaut. Der Hinterachsaufbau ist sehr aufwändig. Dort einen Riemen zu wechseln würde locker mindestens eine Viertelstunde dauern. Da die Riemen die Distanz niemals durchhalten, im Vorfeld wurden Riemen verschiedener Hersteller getestet, werden bereits vorab Ersatzriemen lose über die Antriebswellen geschlungen. Mit einigen Tricks gelang es trotz der Enge zum Motor 3 Ersatzriemen einzubauen, ein Wechsel sollte dann keine 3 Minuten mehr dauern.


Vor dem Start gab es noch ein Rahmenprogramm. Mit einem kleinen Elektroflieger wurden Kunstflugfiguren vorgeführt. Irre, was so ein Gerät kann, nur nicht schwimmen, denn wie wir alle nur vermuteten, weil wir es nicht genau sehen konnten, landete das gute Stück nach einem Missgeschick wohl im angrenzenden Fluss. Kein Problem, der gleiche Pilot holte schnell sein nächstes Geschoss hervor. „Nichts wie in Deckung“, dachte ich, wenn der gleiche Pilot den fliegen lassen will. „Den“, das war ein absolut detailgetreues Düsen flugzeugmodell vom französischen Typ Mirage. Als er nach etlichen fehlgeschlagenen Startversuchen das erste Mal die Düse aufheulen ließ wurde mir angst und bange. Ich hab’ den Flieger im Geiste schon auf dem Parkplatz einschlagen gesehen. Er hat sich dann zum Glück nur zu ein paar Runden um die Piste rollen lassen entschieden, Danke! Sehr beeindruckend, „was aus dem Geschoss erst in freier Wildbahn rauskommen muss?“, bei uns bräuchte man zum Betrieb sicher eine Genehmigung der Bundeswehr. Darauf wurde jedes Team vorgestellt, das eine Foto zeigt die Truppe aus Martinique.


So, nun wurde es langsam ernst, ein Le-Mans-Start stand auf dem Programm zum Start des 24-Stunden-Rennens. Die Fahrzeuge standen in der Box, die Helfer auf der anderen Fahrbahnseite und beim Startsignal rannte jeder Helfer zum Auto, startet es und los ging’s. Alle sind gut weggekommen. Fast alle, welches Auto hat gefehlt?, unseres. Der Motor hat gekle mmt und es hat 2-3 Runden gekostet, bis er lief. Egal, es sind ja noch 24 Stunden Zeit. Bello ist als erster gestartet und hat es gleich mächtig fliegen lassen, Ruck zuck waren wir auf der 2. Position hinter dem schnellen Mantua-Werksteam aus Italien, deren Auto bestimmt so ein knappes halbes Kilo leichter sein dürfte. Es basiert nämlich auf dem Mantua Manta, der bis 1985 gebaut und nun als New Manta neu aufgelegt wurde. Es hat dann sogar geklappt, dass wir für einige Zeit das Feld angeführt haben, das können sicher nicht viele Teilnehmer von sich behaupten. Die Zeiten, die ich länger gefahren bin, liefen eigentlich ganz gut. Den Ersten Turn hatte ich gegen abends, aber es war mir noch viel zu heiß. Ich bin für diese Temperaturen absolut nicht gemacht. Nach einer Stunde war ich völlig durchgeschwitzt, die Augen haben gebrannt und ich wäre am liebsten unters Sauerstoffzelt, denn es ging absolut kein Lüftchen. Es lag eine schöne Dunstwolke von den Abgasen über der Bahn, arme B oxenhelfer, wie haben die das nur ausgehalten?. Ich schätze, ich konnte durchaus mit der Hälfte der Fahrer mithalten, habe mich aber bei den meisten Zweikämpfen eher raus gehalten und die Jungs ziehen lassen, schließlich war unsere Devise, das Auto über die 24 Stunden zu tragen und nichts zu riskieren. Die Jungs aus Martinique sind die Sache ganz anders angegangen, die haben das Auto mächtig ran genommen, was auch glatt mit dem 11. Platz quittiert wurde.


Kleiner Schock am Rande, Evelyn und Kevin sind im Park mit den Hunden von einer 7-köpfigen Horde Kids und Jugendlicher massiv bedrängt worden. Die wollten die Hunde wegnehmen, haben es aber nicht geschafft. Nur unser ängstlicher Petro ist aus dem Halsband gerutscht und abgerückt, weil die Freaks ihn schreiend verfolgt haben. Meine Zwei haben die Sache aber bestens gemeistert und den verängstigten Kerl schnell wieder eingefangen, für die nächsten 2 Tage sollte er einen Schock weg haben. Als ich davon gehört habe sind wir sofort in den Park um noch jemand von den Irren zu finden. Es ist vielleicht besser, dass keiner mehr da war, ich wollte ja eigentlich Rennen fahren und nicht bleibende Eindrücke auf verzogenen Kids hinterlassen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir mal tief Luft holen, es abhaken und nicht weiter drüber nachdenken, so was gibt es heutzutage wohl überall.


Zurück zum Rennen, gegen 22:00 Uhr fiel die Zeitnahme wegen eines abgerauchten Netzgerätes aus. Das Rennen wurde für etwa eine Stunde unterbrochen und neu gestartet. Später gab es dann zum Zeitenmonitor in der Boxengasse immer noch Aushänge mit den aktuellen Platzierungen, es mussten ja jetzt immer 2 Etappen zusammen gezählt werden. Es war ok, wie die Jungs aus Chateauroux das Problem gelöst haben, so was kann passieren und so richtig gestört hat es glaube ich niemanden.


Sonntag, 15. Juli 2007 - „Noch 16 lange Stunden“:


Nachts habe ich ganz schnell wieder aufgehört zu fahren, mit meinen Augenproblemen war es definitiv zu riskant. In einigen Ecken konnte ich den Einlenkpunkt nur schlecht finden und auch die aktuelle Richtung des Fahrzeugs war eher nur verspätet zu erkennen. Ich habe mich insgesamt mit den Fahrzeiten etwas zurückgenommen, für mich war es schließlich nur Urlaub, die ganze Arbeit hatten ja die Anderen. Über die Nacht bin ich vielleicht so zu eineinhalb Stunden Schlaf gekommen, aber viel mehr war es bei den anderen Teammitgliedern auch nicht, man steht eben doch unter Strom. Ach so, danke noch an Jessica, unserem „Boxen-Girl“, fürs Frühstücksbaguette, das kam genau zur richtigen Zeit. Die meiste Zeit während des Rennens habe ich unser Auto beobachtet, das dürften so 2000 Runden gewesen sein, die i ch mit dem Augen gefolgt bin, denn es wurde ohne Streckenposten gefahren und die Boxenhelfer konnten auch nicht immer alles sehen und waren doch von der linken Streckenhälfte sehr weit entfernt. Es gab Autos, die wurden nicht beobachtet, die lagen dann schon mal 3 Runden lang in einer Ecke, ohne dass jemand von Team gemerkt hat. Wir sollten es wo es machbar ist auch immer so machen, ohne Streckenposten wird rücksichtsvoller gefahren.


Morgens knapp vor Sonnenaufgang begann es kurz zu tröpfeln. Unglaublich, aber 10 dicke Wassertropfen auf der Fläche eines Autos haben ausgereicht und nichts ging mehr. Das war so schwierig, dass offiziell Regenrennen verkündet wurde. Das bedeutete, es können alle Reifen ohne Einschränkung gefahren werden. Die Meisten haben dann ganz weiche Feuchtreifen aufgezogen, gebracht hat es aber nicht wirklich viel. Das war in etwa so, wie es mich bei einigen Tankstopps erwischt hatte, als Sprit übe r die Reifen gelaufen war. Das kam einige Male vor, vielleicht hatte ich ein wenig zu viel Gas gegeben, aber bei weniger ging der Motor gelegentlich aus. Beim kleinsten Gasstoß hat er sich gleich 2 mal gedreht, fahren wie auf Glatteis. Es hat aber relativ schnell wieder aufgehört zu regnen und es ging im Racetempo weiter.


Sonntags um die Mittagszeit war es dann ein wenig angenehmer. Zwar immer noch viel zu heiß und sehr sonnig, aber wenigstens ein kleines Lüftchen hat für Sauerstoff gesorgt. Da hat das Fahren dann auch mächtig Spaß gemacht, ich konnte noch gut mithalten, obwohl wir bestimmt so das letzte Viertel ohne Bremse fahren mussten. Eine Bremsscheibe war einfach weg, keiner kann sich erklären, wie das gehen konnte. Wenn man mal raus hatte, wo man wie viel Gas geben musste, brauchte man nur noch die Lenkung bei den meisten Kurven voll reinhauen und es ging flott um die Curbs rum.


Insgesamt gesehen hat uns der Defektteufel aber doch ziemlich mitgenommen. Das Auto war spitzenmäßig vorbereitet, es sind lauter Sachen passieren, die entweder eingeplant waren, wie die Riemen oder sonst nie passieren. Da sind zum Beispiel Kupplungslager kaputt gegangen, was man noch nachvollziehen kann aber eine ganze neue 3-Backenkupplung, es wird kein Centax-System gefahren, ging kaputt, was den Ausbau des Motors notwendig machte. Dann so ein paar eher geringfügige Ausfälle durch ein paar Feindberührungen, was unter anderem zu einem verbogenen Krümmer geführt hatte. Massiv die Probleme mit den Zahnrädern, die mussten gegen Ende immer öfter gewechselt werden, was für dieses Fahrzeug sehr unüblich ist und auch relativ arbeitsintensiv, weil es auf einer Aufnahme verschraubt ist. Ein Grund war dafür nicht zu finden. Unangenehm auch die Probleme mit dem Motor. Manchmal hatte ich den Eindruck, wir sind auf der Geraden die Schnellsten, dann kam es mir v or, als ginge er überhaupt nicht. Das hängt natürlich auch von dem gerade aktuell verwendeten Reifendurchmesser ab, aber der Unterschied kam mir schon ziemlich groß vor. Er ist öfter mal ausgegangen und war nur mit großen Anstrengungen zu starten. Der hat so stark geklemmt, dass wir schon über den Einbau meines Off-Road-Ninjas nachgedacht haben, aber dann lief er wieder super. Die Startbox ist dabei auch draufgegangen, es hat so schön nach Gummi gerochen und die Akkus haben auch schnell gestreikt. Wir haben dann öfter auf der Box des ortsansässigen BRX-Hersteller-Teams am Nachbartisch gestartet, die waren extrem freundlich und eine richtig lustige Truppe, von deren einem Fahrer Eric Lecour hatte ich ja schon anfangs berichtet. Wir haben glaube ich 5 Zahnräder gebraucht und ebenso alle 4 Riemen. Der letzte musste noch 20 Minuten vor Schluss aufgezogen werden. Tom wollte den Wagen zwar ohne Zähne auf dem Riemen noch ins Ziel schleichen lassen, was auch geklappt hätte, aber Par trick Buchler als Initiator des ganzen sollte die letzen 2 Tanks im Racetrimm bestreiten, also ging es schnell noch mal zum Riemenwechsel in die Box. Der 9. Platz ist dabei heraus gekommen, den 6. haben wir nur knapp verfehlt, ein Zahnrad- und einen Riemenausfall weniger und es hätte gereicht. Dabei war Platz 6 so eigentlich die Platzierung, die wir lange belegt hatten, mit deutlichem Abstand nach vorn und nach hinten, sie hätte also ins Ziel zu retten sein können. Das Schicksal hat es anders gewollt, beim nächsten Mal.


Und das verrückteste, der Ninja klemmt nach 20 Litern 16%igen R&B-Sprit immer noch. Auf die Diagnose nach dem Zerlegen bin ich mal gespannt. Falls der keinen Defekt hat, sollten wir ihn ins RC-Car-Museum stellen oder ihn Mario Rossi für einen 5-stelligen Euro-Betrag zu Werbezwecken zurück verkaufen. Ach so, also sie hätten uns fast noch disqualifiziert, weil die Markierung auf unserem Motor nicht m ehr zu sehen war. Es waren ja nur 2 Motoren erlaubt und zur Kontrolle wurden weiße Farbkleckse auf das Gehäuse gemacht, die durch den verwendeten Bremsenreiniger bei den Reparaturen dann so langsam während des Rennens verschwanden. Aber nur fast, denn in einer kleinen Ecke haben wir noch einen Rest der Farbe (das war bestimmt Nagellack) gefunden, also war doch alles in Ordnung.


Ob ich beim nächsten Mal wieder dabei sein würde? Wenn ich darf, wenn meine Verfassung besser ist und/oder wenn es deutlich kühler ist, dann ja, sofort! Das war mal etwas ganz Besonderes. Ich danke hier noch mal meinen überaus lieben Luxemburger Freunden für die Möglichkeit, dabei gewesen sein zu dürfen und auch unseren Top-Helfern Reiner und Romain meinen größten Respekt und ein herzliches Danke, die haben die 24 Stunden fast alleine in der Box zugebracht und einen absolut zuverlässigen Top-Job erledigt. Bellos Einsatz ist natürlich nicht zu b eschreiben und zu toppen, das war mehr als nur Vorbereitung, in 1:1 wäre das Formel-1-Niveau gewesen, Dir ein extra „Danke schön“.


Bei der Siegerehrung wurde der 13. Platz wohl fast so bejubelt wie der erste, Durchhalten war angesagt und auch hier wohl „der Weg das Ziel“. Den Siegern kamen fast die Tränen, haben Sie doch mit einem eigenen konstruierten Auto verdient gewonnen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Streckensprecher. Zwei habe ich gesehen, wobei der Chef wohl überwiegend live berichtet hat. Es gab eigentlich permanent Durchsagen, ich habe zwar nichts verstanden, weil mein französisch ja eher nicht vorhanden ist. Aber es wurden die Teams interviewt, warum ein Ausfall war, ständig die Platzierungen durchgegeben und irgendwie hatte ich den Eindruck, ständig „Luxemburg“ zu hören, was die wohl so oft über uns zu berichten hatten? Das Büffet wie es hieß, also einen Imbiss, den gab es natürlich auch. Den hab e ich aber eigentlich nicht ausprobiert, ich habe die Essenspausen dann eher mit meiner Familie verbracht, wir waren ja schließlich ausgerüstet. Es war eine sehr schöne und äußerst professionelle Veranstaltung mit der bekannten französischen Lockerheit, Vieles wird da nicht so eng gesehen wie bei uns, trotzdem herrscht absolute Fairness und Freundschaftlichkeit zwischen allen und das sollte beim Betreiben eines Hobbys mit zur Zielsetzung gehören.


Abends haben wir dann alle in Ruhe eingepackt und uns wieder auf die Reise gemacht. Meine Teamkollegen sind alle nach Hause gefahren und wir haben uns aufgemacht Richtung Südfrankreich. Weit sind wir nicht gekommen, nur so 200 km bis zu einem sehr schönen Rastplatz, es musste erst mal ein wenig Schlaf nachgeholt werden.


Mo ntag, 16.07.2007 – „On the Road again“:


Heute war Kulturtag, kurz vor Südfrankreich hatten wir uns Carcassonne als Ziel ausgedacht. Dort gibt es eine befestigte alte Stadt aus der Zeit 40 Jahre v. Chr.. Eine sehr beeindruckendes Gelände mit sehr viel Publikumsverkehr, dem ich mit unseren Hunden dann lieber ein wenig aus dem Weg gegangen bin und die restliche Zeit alleine sehr entspannend mit Oldiemusik (die darf ich sonst nie hören), den Rennfotos sowie UMTS und unserer Homepage verbracht habe. Spät ist es dann geworden, natürlich war der schöne Stellplatz am Strand von Narbonne zu dem wir wollten voll belegt, aber nebenan gab es noch einen viel schöneren recht leeren Campingplatz, also war der Abend gerettet.


Dienstag, 17.Juli 2007 - Strandtag:


Heute wird kein Auto gefahren. „Wir wollen ans Meer“ musste ja auch mal in Form von Sonne und Sandstrand in die Tat umgesetzt werden. Für mich und die Hunde viel zu heiß, also für uns mal ein richtig gemütlicher Ruhetag. „Klasse, kann ich Bericht schreiben, ich hab ja schließlich Strom“, dank eines mittlerweile (Elektriker bitte bei Mittwoch weiter lesen) auf französisch umgebastelten deutschen 220Volt-Steckers, denn den aus Chateauroux hatte ich natürlich ehrlich wie ich bin zurückgegeben.


Mittwoch - 18.Juli 2007 – „Jet-Set, wir kommen“:


Heute geht es endlich Richtung Cote d’ Azur. Ich habe mir schon öfter gesagt, „ich will da einfach nur mal durchgefahren sein, da komme ich sonst bestimmt nicht mehr hin“. Der Menschenandrang ist eh nichts für mich. Ok, wir werden sicher mal wo au ssteigen. Hast Glück gehabt, Karlheinz, heute wäre der Tag gewesen, an dem wir Dich in Südfrankreich bestimmt überfallen hätten, wenn du nicht erst eine Woche später dort in dein Urlaubsdomizil gefahren wärst.


Erstes Ziel St.Tropez, einen Ort davor gibt es einen Stellplatz am Meer. Es ist wieder spät geworden als wir dort ankamen. Mir war sowieso schon den ganzen Tag über klar, der Platz ist auch schon wieder voll belegt. Direkt neben der Zufahrt stand ein Absperrgeländer mit dem Hinweis „geschlossen“, aber eben nur daneben, also sind wir durch, haben eine Runde auf dem riesigen Platz gedreht und ... den letzten Platz gefunden, nach uns war Schluss, Glück gehabt. Dann erst mal einen schönen Spaziergang am Strand entlang, hier lagen schon so einige Luxusjachten aus St.Tropez vor Anker. Dusty hatte ich animiert, mal ans Wasser zu gehen. Das hatte sie als Aufforderung verstanden über eine kleine Welle zu springen und dab ei gleich mal den Boden unter den Beinen zu verlieren. Zum Glück an der Leine, was die armen Hundchen so alles mitmachen müssen. Gegen 22:30 Uhr haben wir (also Evelyn) noch lecker gekocht und in weiser Voraussicht auf den nächsten Tag schön entspannt.


Donnerstag, 19.Juli 2007 – „Ab nach Monaco“:


Heute sollte es den ganzen Tage die Küste entlang gehen, die Cote d’ Azur unsicher machen. Wir haben aber schnell erkannt, dass das Andere viel besser können als wir. Für Moped-, Roller- und Motorrad-Fahrer gibt es keine Verkehrsregeln und wozu die dort Fußgängerampeln gebaut haben werde ich auch nie begreifen. Da ich aber eigentlich nicht glaube, dass so viele Menschen derart verrückt sein können, vermute ich die Defizite eher bei mir. Ich habe es sicher einfach versäumt, mich über die Verkehrsregeln dort rech tzeitig zu informieren. Zweiräder müssen entweder Zick-Zack um die Autos herum fahren oder gleich entgegengesetzt im Gegenverkehr und Fußgänger gehen einfach entweder mit geschlossenen Augen über die Straße oder dort wo eine Ampel steht eben bei rot. Ist doch alles ganz einfach, man muss es eben nur wissen.


Erste Etappe St. Tropez, das ist zwar von der Entfernung her nicht weit weg, aber von der Fahrzeit her schon. Rund um die Touristenhochburg 10km Stau, Auto an Auto, kein freier Parkplatz weit und breit und wenn doch, dann mit einem 1,80 hohen Balken in der Zufahrt versehen, klasse wir hatten 3,20m. Also ein paar Fotos aus dem Auto gemacht und die darauf folgende Küstenstraße genossen. Ein traumhafter Ausblick, glitzerndes Meer in Tiefblau und eine sehr schöne grüne Landschaft.


Weiter die Küstenstraße entlang geschlängelt, hoch, runter, links, rechts, es sche int als liegt dort Ort an Ort, die gesamte Küste ist genutzt. Durchschnittsgeschwindigkeit 30km/h. Wer im WoMo vorn sitzt der hat’s gut, der kann auch was sehen. Die Anderen müssen sich verrenken, die hinteren Fenster sind entweder auf der falschen Seite oder zu hoch. Die ganze Cote d’ Azur entlang gab es praktisch keine Möglichkeit mal anzuhalten. Einmal an einem Vorsprung in einer Kurve (ja, es gab eine Leitplanke) und ein zweites Mal war ein Hamburger WoMo-Leidensgenosse so nett, uns seinen Parkplatz an einem Aussichtspunkt anzubieten, weil er wegfahren wollte, besten Dank.


In Cannes und Nice liegt dann im Wasser eine Yacht an der anderen und am Strand liegen überall entweder „Brathühnchen“ oder es stolzieren „Gockel“ auf und ab. Die haben dort Strandpromenadenstraßen, in die unsere Autobahnen in der Breite zweimal reinpassen. Wenn man mal aus den Großstädten wieder draußen ist, erwartet einen die ganze Cote d’ Azu r entlang eine wirklich sehr beeindruckende Küstenstraße mit lauter Ortschaften, die an den steilen Berghang gebaut sind. Diese Straße sollte man einfach mal entlang gefahren sein (wie ich es ja vorhatte). Kurz vor Monaco steht auf der Karte „Cap Ferat“. Das sagt mir irgendwie was, das hab’ ich schon mal gehört. Da gibt es bestimmt auch einen schönen Aussichtspunkt, an dem man sich mal länger aufhalten kann. Denkste, zumindest haben wir keinen gefunden. Das ist eine Edel-Wohngegend, Wohnmobile sind sicher nicht erlaubt. Egal, uns hat sicher keiner gesehen.


Dann wurde es ernst, gleich um die Ecke war Monaco mit seiner High-Society-Stadt Monte Carlo. Dass dort auch mal gelegentlich Rennautos im Kreis herum fahren, brauche ich bestimmt nicht zu erwähnen und dass dort Wohnmobile natürlich grundsätzlich auch verboten sind, hatte ich doch glatt übersehen (wollen). Was natürlich dazu geführt hat, dass wir zweimal von netten Polizisten angehalten wurden. „Camping-cars are forbidden!“, „Oh, sorry, I want to Italy, what can I do?“, hat ausgereicht um im Zentrum mal an dem großen Garten vorbeifahren zu dürfen (4.letztes Foto), da ist auch das Casino in der Nähe. Interessant auch die Verkehrsregelung dort an der Kreuzung, es gibt wohl keine. Von links, recht, von oben, unten fährt jeder, wo gerade eine Lücke ist. Heute wissen wir aus dem Internet, es muss wohl auch irgendwo in Monte Carlo ein spezielles Wohnmobil-Parkhaus am Ende einer sehr engen Sackgasse geben, aber mit unseren Touri-Klamotten hätten die uns sicher verhaftet, wenn wir dort rum gelaufen wären. Was wir gesehen und aus dem Auto fotografiert haben hat uns schon ziemlich beeindruckt. Die Stadt scheint 10-mal so hoch wie breit zu sein. Aber ehrlich gesagt, wieso man dort leben möchte, kann ich nicht nachvollziehen. Mein Ziel, dort mal durchgefahren zu sein, hab’ ich erreicht, aber damit reicht es dann aber auch schon, dort sind mir viel zu viele Menschen.


Abends ging es noch Richtung Lago di Como in Italien, da wir noch ein wenig Weg vor uns hatten und das Wohnmobil am Samstag pünktlich und vor allen Dingen gereinigt abgeben mussten. Die Autobahn an der Küste in Italien war die reinste Achterbahn, da sollte man hellwach sein. Schmale Fahrbahnen, Lkws links und/oder rechts von uns, entweder man fuhr durch einen Tunnel oder über eine Brücke. Das war einfach genial und hat riesig Spaß gemacht. Im Dunkeln am Lago di Como angekommen haben wir dann erst mal an einer verwaisten Raststätte die Nacht verbracht.


Freitag, 20.Juli 2007 - Heimweg:


Heute standen die letzten Eindrücke auf dem Plan, es sollte durch die Berge gehen. Über den Majola-, Julierpass und Chur in der Schweiz und den B odensee auf der deutschen Seite zurück nach Hause. Herrlich, diese Berge und diese Luft, es fällt mir schwer zu sagen was schöner ist. Meer?, Berge?, am besten man plant Beides ein. Bergauf ging’s mit dem Dickschiff dank des Diesel-Drehmomentes eigentlich ganz gut und auch bergab konnte man mit vorausschauender Fahrweise die Bremsen nicht zu hitzig werden lassen, obwohl man die Verzögerung der 4 Tonnen gelegentlich schon ein wenig gerochen hat. Knapp 2300 Meter Höhe war das Höchste, was wir erreicht hatten. Ich weiß auf jeden Fall wieder, was mir viele Jahre lang gefehlt hatte, die Berge. Am Bodensee haben wir die bekannten Pfahlbauten eher zufällig gefunden. „Komm, wir fahren an die Küstenstraße, wir haben doch noch etwas Zeit“, und da waren sie. Das war’s, jetzt noch etwa 400 km auf die Autobahn. Da haben wir dann nach einigen Versuchen doch noch eine Raststätte mit freiem Parkplatz gefunden, eine „Burger King“- Raststätte, wer erlaubt nur so etwas? Kurz vor Mitternacht si nd wir dann zu Hause angekommen, nachdem uns bei Raunheim noch ein „Tiefflieger“ von hinten abschießen wollte. Ok, die fahren hier auch nicht anders als im Ausland, das muss dann wohl doch an der menschlichen Rasse liegen.


Samstag, 21.Juli 2007 – Abschied nehmen:


7:00 Uhr, der Wecker klingelt. Evelyn wollte das WoMo noch fertig nutzen und hat dort drin in unserem Hof geschlafen, cool. Alles anpacken zur Endreinigung, bis 12.00 Uhr müssen wir es abgeben. Hat alles geklappt, das gute Stück steht da wie neu, war es ja auch fast, jetzt hat es 4500km mehr drauf und wir unsere Kaution wieder, Danke.


Resümee:


Spaß hat es gemacht und posit iv stressig war es. Wir wollten es so, einmal viele Eindrücke sammeln und etwas Anderes ausprobieren. Viele Erfahrungen haben wir mitgenommen und so etwas kann man in ähnlicher Form sicher mal wieder machen. Vielleicht waren es ein paar Kilometer zu viel, bestimmt hätte man sich mehr Zeit nehmen können sollen, etwas größer hätte das Wohnmobil auch sein dürfen, aber für die Möglichkeiten, die wir hatten, war es klasse. So, Jenny haut in 2 Wochen noch mal mit 3 Freundinnen zu einer Jungendreise nach Spanien ab (wer soll das bezahlen), Kevin verschlägt es nächste Woche mit den Pfadfindern noch 3 Wochen nach Norwegen (das ist wenigstens günstig) und wir machen erst mal Urlaub.


„Warum ich so einen riesigen Bericht geschrieben habe?“ Eigentlich wollte ich ja nur vom Rennen schreiben, aber es soll Euch dazu anregen, mal darüber nachzudenken, ob nicht doch Hobby, Familie und Beruf (ja, dank UMTS-Notebook konnte ich doch Einig es am Laufen halten) manchmal in ähnlicher Form oder in Ansätzen miteinander verbunden werden können. Unser schönes Hobby sollte uns das Wert sein.


Ich hoffe, das Lesen hat Euch Spaß gemacht. Grüße, Euer Michael


Einen Videoausschnitt gibt es hier:


http://www.wmc-ev.de/Files/Vids/24h_rennen.wmv

Bilder:
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